Aktuell

Aktuell

Muttergottes Hodegetria-Smolenskaja, Russland, 19. Jh.

Einladung zur Ausstellungseröffnung

 

Zur Eröffnung der Ausstellung

HOLY METAL. Russische Metallikonen aus dem Nachlass Gustav und Rose-Marie Wörner

am Samstag, dem 10. November 2018, um 17 Uhr

laden wir Sie herzlich in das Ikonen-Museum ein.

 

Es sprechen:
Dr. Hans-Jürgen Schwalm
Direktor der Städtischen Museen Recklinghausen


Dr. Eva Haustein-Bartsch
Leiterin des Ikonen-Museums Recklinghausen

 

Dauer der Ausstellung:
11. November 2018 – 20. Januar 2019

 

Mehr Infos

Zum Ausstellungsflyer

Die drei Heiligen der Ionischen Inseln, Griechenland (Ionische Inseln), 1859

Recklinghäuser Bürger schenken dem Museum eine monumentale Ikone

 

Das Ikonen-Museum freut sich über den Neuzugang einer Ikone von wahrhaft monumentaler Größe.

Doch nicht nur die Größe der Ikone von 113,4 x 83 cm ist etwas Besonderes, sondern auch die Darstellung der für die Ionischen Inseln „zuständigen“ Heiligen: Gerasimos von Kefalonia, Spyridon von Korfu und Dionysios von Zakynthos.

Sehr interessant ist die griechische Stifterinschrift am unteren Rand der Ikone. Sie erwähnt die Stifter, das Datum der Ausführung sowie den Namen des bisher unbekannten Malers.

Die Ikone mit den drei Heiligen der Ionischen Inseln ist für die Sammlung des Ikonen-Museums Recklinghausen von großer Bedeutung, da diese Heiligen bisher in der Kollektion fehlten und die Ikone sie äußerst eindrucksvoll, mit vielen interessanten Details und in hoher Malqualität präsentiert.

Die Schenkung wurde möglich gemacht durch den "Förderverein Ikonen-Museum Recklinghausen e.V.", der primär den Erweiterungsbau des Ikonen-Museums im Blick hat und durch Spenden Recklinghäuser Bürger.

Die Ikone ist ab sofort im 1. Obergeschoss des Museums zu bestaunen.

Das Jüngste Gericht, Russland (Nev’jansk), Ende 18. Jh.

Die Restaurierung der Ikone "Jüngstes Gericht" als Film

 

Während einer vierwöchigen Fortbildungsmaßnahme im Ikonen-Museum ist ein Film über die Restaurierung der Ikone "Das Jüngste Gericht" (Russland, Ende 18. Jh.) entstanden.

Über den Link unten kann man die Dokumentation schon jetzt anschauen.

Bald wird der Film auch über einen digitalen Bilderrahmen neben der Ikone zu sehen sein.

 

Der Link zum Film

60 Jahre EIKON – Gesellschaft der Freunde der Ikonenkunst e.V.

 

Im Juli 1956 öffnete das Ikonen-Museum Recklinghausen seine Pforten. Knapp zwei Jahre später fand in den Räumlichkeiten des Museums eine weitere wichtige Gründung statt: Der Förderverein EIKON – Gesellschaft der Freunde der Ikonenkunst e.V. wurde am 1. Februar 1958 ins Leben gerufen. Aufgabe der Gesellschaft sollte es sein, das Studium ostkirchlicher Kunst, besonders der Ikonen, zu fördern und zu pflegen und daran interessierte Personen zusammenzuführen. In seinem nun 60-jährigen Bestehen hat EIKON das Ikonen-Museum auf vielfältige Weise – durch Spenden, Schenkungen und Leihgaben sowie bei der Finanzierung von Ausstellungskatalogen – unterstützt. Viele Aktivitäten des Museums wären ohne die Mitwirkung des Vereins undenkbar. Durch seine Aktivitäten hat die EIKON-Gesellschaft wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung und zum Profil des Ikonen-Museums in Recklinghausen beigetragen.

 

„Sehen lernen, die Welt entdecken“ im Ikonen-Museum

 

Das Projekt „Sehen lernen, die Welt entdecken“ hat seine letzte Station im Ikonen-Museum gemacht. Unter dem Titel „Von Helden und Heiligen“ erkundeten neun Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 13 Jahren das Museum und entdeckten die Legenden, die sich hinter den Ikonen verbergen. Wie schon im vorangegangenen Teilprojekt, suchten die Teilnehmer einen Heiligen aus, um ihn zum Protagonisten in einem selbst erstellten Trickfilm zu machen. Inspiriert durch die Ikone des hl. Nikolaus, setzten sie eine der bekanntesten Legenden aus dem Leben des Heiligen um. Das Kooperationsprojekt wurde zusammen mit der Albert-Schweitzer-Schule, der Käthe-Kollwitz-Schule und der Otto-Burrmeister-Realschule durchgeführt und vom Deutschen Museumsbund e.V. und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung durch das Programm „Kultur macht stark!“ gefördert.

 

Hier geht's zum Film

 

Weitere Infos zum "Museum-macht-stark"-Projekt

Hl. Erzbischof Feodosij von Černigov, Russland (Mstera), um 1900

Ein herausragendes Beispiel der Ikonenmalerei um 1900

 

In der Mitte unserer dritten Neuerwerbung steht der hl. Erz­­bi­schof Feodosij von Černigov (oder ukrainisch: Černihiv) in einem prächtigen Bischofsornat mit Mitra und Bischofsstab. Er wurde während der Regierungszeit des letzten russi­schen Zaren Nikolaus II. im Jahre 1896 kanonisiert und erlangte danach enorme Popularität. Geboren wurde er in den 1630er Jahren im Gouvernement von Podol'sk als Sohn eines Priesters. Er studierte im Kiever Brüder­kollegium beim dortigen Theo­­phanie-Kloster. In jener Zeit war es das Hauptzentrum der Orthodoxen im Kampf gegen die Jesuiten, welche den Katholizismus und die Union verbreiten wollten. Nach Ende seines Studiums wurde er im Höhlenkloster von Kiev zum Mönch geweiht. Nach mehreren Stationen in verschiedenen Klöstern der heutigen Ukraine wurde er 1692 in Moskau zum Erzbischof von Černigov geweiht. In seiner Amtszeit erneuerte und gründete er eine Reihe von Klöstern in seinem Sprengel und kümmerte sich besonders um die Ausbildung des Klerus. Am 6. Februar 1696 starb Feodosij und wurde in der Kathedrale der hll. Boris und Gleb in Černigov beigesetzt und genau 200 Jahre später heiliggesprochen.

Im Hintergrund ist links das Collegium von Černigov dargestellt, das ehe­mals zum dortigen Boris- und Gleb-Kloster, der Residenz der Erzbischöfe von Černigov, gehörte, in dem der hl. Feodosij bestattet wurde. Das in der zweiten Hälfte des 17. Jahr­hunderts erbaute zweistöckige Gebäu­de war ursprünglich ein Refektorium und erhielt 1700–1702 einen Glockenturm. Auf der rechten Seite ist die Verklärungskathedrale von Černigov wieder­geben, die 1036 errichtet wurde und somit die älteste Kathedrale der Kiever Rus' ist. Die beiden markanten Türme stammen jedoch größtenteils aus der Zeit von 1770 und 1799, als die Kirche nach einem Brand restauriert wurde.

Die Ikone ist ein besonders herausragendes Beispiel der Ikonenmalerei aus der Zeit um 1900 und könnte von einem der bedeutendsten Maler dieser Zeit im Malerdorf Mstera geschaffen worden sein.